/*<meta name=„keywords“ content=„Anna Wecker, Anna Keller, Anna Aschenberger Basel, Anna Äschenberger Basel, Frau von Israel Aschenberger Basel, Frau von Johann Jakob Wecker Colmar, Catharina Tauellus, Catharina Öchslein, Catharina Taurellus, Kochbuchautorin Barock“>*/

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Wecker, Anna

Autorin des Kochbuches »Ein Köstlich new Kochbuch: Von allerhand Speisen / an Gemüsen / Obs / Fleisch / Geflügel / Wildpret / Fischen und Gebachens. Nicht allein vor Gesunde: sondern auch vnd Fürnemblich vor Krancke / in allerley Kranckheiten vnd Gebrästen: auch Schwangere Weiber / Kindbetterinnen / vnd alte schwache Leute / künstlich und nützlich zuzurichten und zu gebrauchen.«

Lebenszeit: bis 10.04.1896

Aus ihrem Leben

Obwohl Anna Wecker die erste Frau war, deren Name als Autorin auf dem Cover eines deutschsprachigen Kochbuches stand, wird sie als Autorin selbst in unserer Zeit nicht gewürdigt. Man findet nicht viele Informationen, was wohl auch an der Zeit liegen mag, in der sie lebte.

Die als Anna Keller geborene, stammte aus Deutschland, wahrscheinlich aus Bayern um Nürnberg. Sie könnte zwischen 1540 - 1554 in Basel gelebt haben, wo ihr Mann Israel Aschenberger (Aechenberger, Äschenberger) nachweislich Stadtschreiber war. Er war Substitut des Stadtschreibers Heinrich Ryhiners und führte die Ratsbücher. Aus einigen wenigen Schnipseln geht hervor, dass ihre Tochter Catharina in Basel geboren wurde. Allgemein findet man, Israel Aschenberger war Stadtschreiber in Altdorf bei Nürnberg. Wahrscheinlich vor 1540, denn mit ihrem zweiten Mann, Johann Jakob Wecker (1528-1586 Colmar), lebte sie in Colmar, in der Schweiz, wo er ab 1566 praktizierte. Sie kehrte erst nach dessen Tod 1586 nach Bayern zurück.

Im französischen Wiki findet man den Vermerk, dass die Familie Weckers deutscher Abstammung gewesen sein soll, und Vorfahren des „Vater der modernen Augenheilkunde“, Baron Louis de Wecker, der in Frankfurt am Main geboren wurde. Louis de Wecker war der Sohn des Ritters Ährenfried Wecker III. (1798-1870), und der Neffe des Schöpfer des bayerischen Strafgesetzbuches Paul Johann Anselm Ritter von Feuerbach (1775-1833).■

Anna Aschenberger hat als Gehilfin in Weckers Praxis gearbeitet, bevor sie seine Frau wurde. Wahrscheinlich führte sie sein Archiv, denn Wecker unterhielt einen umfassenden Briefwechsel mit Kapazitäten seiner Zeit bezüglich der Herausgabe seines Wunderbuches (Ein nutzliches Büchlein von mancherley künstlichen wasseren, ölen unnd weinen). U.a. mit der Familie Amerbach, Drucker und Juristen mit Theodor Zwinger [1533-1588] oder auch fürstlichen Persönlichkeiten. Man findet ebenfalls Hinweise darauf, dass sie sich um diätische Ernährungsfragen, wie auch die Armenversorgung beschäftigte. Ihr Kochbuch war wohl die Erfahrungssumme ihrer Tätigkeit in der medizinischen Praxis. Einige von Weckers Recherchen zu diesem Wunderbuch finden sich auch in Anna Weckers Kochbuch wieder.

Ihre Betätigung als Schriftstellerin begann erst nach dem Tod Weckers. Ihre erste Arbeit war ein Glückwunsch anlässlich einer Hochzeit. Das Kochbuch wurde postum von ihrer Tochter Catharina herausgebracht, die selber nur 1 Jahr später im Kindbett verstarb.

Das Kochbuch wurde mehrfach kopiert und auch „missbraucht“. 1679 'Parisischer Küchemeister' - Verlag König stammt nicht von Anna Wecker, sondern ist eine anonyme deutsche Übersetzung von De la Varennes 'Le Cusinier francois', nach Weiss 4104. Vgl. Horn/Arndt 96f und Bitting S. 789.

Webverweise