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Scheibler Familie, Berliner Zweig

Die Tuchmacherfamilie Scheibler ist sehr verzweigt. Uns interessiert hier nur die Linie des Wilhelm Wimar Scheibler, der in königlichen Diensten bei Friedrich II.stand. Der Sohn Wimars, Bernhard Scheibler, war mit der Berlinerin Anna Sophia Wilhelmina Koblanck verheiratet, der bedeutendsten Kochbuchautorin in Berlin Brandenburg. Es gab natürlich auch in dieser Region viele Kochbücher, doch neben den Kochbüchern diverser Hofköche, des Unger Verlages, der Frau des Hofkonditors Friedel und des späteren Mary Hahn Kochbuchverlag es waren die Scheiblerschen Kochbücher regional ein immer wieder aufgelegtes „Familienerbstück“. Bernhard und Wilhelmine hatten insgesamt 9 Kinder, von denen die Mädchen leider nicht das Erwachsenenalter erreichten.

Bitte mach mit! Wir würden uns freuen, wenn wir zu den Nachfahren der Wilhelmine Scheibler noch Informationen bekämen. Der Archivbestand ist sehr dürftig.

Die Linie Scheibler


Wilhelm Wimar Scheibler, der Stammvater der Berliner Scheibler-Familie, wurde am 19. Juli 1715 in Rösrath-Volberg geboren. Sein Vater Bernhard Georg war Pfarrer und Gemeindeinspektor. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Johanna Wittenius, hatte er 11 Kinder, Wimar war das 9. Kind. Gemeinsam mit Maria Magdalena Schmitz, seiner 2.Ehefrau, hatte er 5 Kinder, Bernhard war das 3. Kind.

Literatur:
1701-1743 Pfarrer in Volberg J.H.C. Scheibler, Geschichte und Geschlechts-Register der Familie Scheibler, Köln 1895, S. 53 H.C. Scheibler / K. Wülfrath, Westdeutsche Ahnentafeln, Weimar 1939, S. 323, 346, 459, 468 A. Rosenkranz, Das Evangelische Rheinland II, Düsseldorf 1958, S. 438

1713 war die größte Tuchmanufaktur Preußens in Berlin gegründet worden. Das königliche Lagerhaus beschäftigt bis zu 5000 Arbeiter, zeitweise das gesamte Berliner Tuchmacherhandwerk. Mit den Tuchen wurde nicht nur die preußische, sondern auch die russische Armee beliefert. Das Lagerhaus diente als Vorbild für neue Fertigungsstätten. 1720 wurden die Untertanen mittels Edikt zum Tragen einheimischen Tuchs verpflichtet. 1724 enteignete der König das Lagerhaus und schlug es dem für 2400 Zöglinge gegründeten Großen Militärwaisenhaus in Potsdam zu. Gemeinsam mit der Potsdamer Gewehrfabrik, die Berliner Tressenfabrik und des Freienwalder Alaunwerks, wurde der Konzern zu einem wesentlichen Wirtschaftsfaktor der Region. Das Waisenhaus erfüllte zugleich den Zweck einer Berufsschule. Seine Absolventen wurden an die angeschlossenen Manufakturen vermittelt. Die Erträge der Produktion dieten wiederum dem Erhalt des Waisenhauses.

1757 wurde Wimar Scheibler zum Ersten Werkmeister der Spanischen Tuche mit einer jährlichen Besoldung von 630 Reichsthalern berufen.

Bernhard Scheibler


Am 15. August 1776 heiratete der Kaufmann gewordene Bernhard Scheibler († 18. Dezember 1805), Wilhelmina, aus der ebenfalls in königlichen Diensten stehenden Familie, Koblanck in Berlin. Das Ehepaar bekam 9 Kinder:

Leider hat keine der Töchter das Erwachsenenalter erreicht.

Die Linie Koblanck


Wilhelmina Koblanck kam aus keinem geringeren Elternhaus. Ihr Vater war der Bürger, Bader und Stadt-Amtschirurgus zu Berlin David Balthasar Koblanck, ihre Mutter war seine Ehefrau Charlotta Helena, geborene Müller, ab Januar 1752 Amme der Prinzessin Wilhelmine von Preußen.

Ihr Bruder war der am 22.02.1751 geborene Heinrich Siegismund Koblanck († 1828), der namhafte Prediger der Luisenkirche [vormals Sebastian Kirche) zu Berlin und Senior des Berlinischen Ministerii Lutherischer Seits. Erzieher und Hauslehrer von Wilhelm und Alexander von Humboldt. Kinder des Majors und Kammerherren der Kronprinzessin.
Er war Prediger der preußischen Königsfamilie (Königin Elisabeth, Königin Friederike, Friedrich Wilhelm III. und Louise). Seit 1825 Träger des roten Adlerordens 3. Klasse, Bezieher einer Pension des Königs der Niederlande.

Von seinem Enkel, dem Geheimen Sanitätsrat Dr. Koblanck noch aufbewahrtes schriftliches curriculum vitae enthält die Notiz: „Kaum hatte Koblanck 1773 die Universität Halle verlassen, als er einen Monat nachher im Hause des königlichen Majors und Kammerherrn von Humboldt in die Stelle des großen Pädagogen Campe trat, um als Hauslehrer und Erzieher einen jungen Baron von Hollwede und die beiden Söhne des Herrn von Humboldt, Wilhelm und Alexander, zu bilden. Im Jahre 1775 wurde er zum Feldprediger des königl. Infanterieregiments von Arnim berufen , davor von Bram, und am 20. Okt. d. J. in Potsdam ordiniert.“

Ehen und Kinder Siegismund Koblancks:

  • 1785 - 1787 mit der Tochter des Kaufmanns Sandow, mit der er eine Tochter hatte.
  • 1788 - mit der Tochter des Maulbeer Plantageninspektors Johann Gottlob Drewes. Das Ehepaar hatte 6 Kinder, von denen 4 vor ihm starben.

Seine Kinder:

  • Tochter 1 N.Koblanck. Sie wurde verheiratet mit dem Hoffiscal und Justizkommissar Johann Christian Felgentreu. Taufregister
  • Der Pharmazeut David Emil Heinrich Koblanck [26.11.1791-30.4.1864] Königlich Preußischer Sekondeleutnant Kürassier-Regiment Seydlitz, und Stadtrat. 1822 kaufte er das Haus Friedrichstraße 205/206 mit der Apotheke "Weißer Adler" Vorgänger Spener. 1863 Stadtältester. Sein Sohn war Johannes Heinrich Albert KOBLANCK
  • Tochter 2 Die überlebende Tochter war mit Justizrat Melper aus Ff/O verheiratet.

Veröffentlichungen Siegismund Koblancks