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Beeg, Marie

Marie Ille

Pseudonyme; Marie Ille-Beeg, Marienberg, Marie Abeg
Marie Ille, geb. Beeg, lebte in München, Steinheilstrasse 171,
* 14. 09. 1855 in Fürth
† 28.11.1927 in München

Elternhaus


Marie Beeg entstammte einer Familie mit mehreren Kindern. Ihre hochgebildeter Vater und ihre beflissene Mutter sorgten für eine glückliche, sorglose Jugend. Die Eltern erkannten frühzeitig ihr künstlerisches Talent für das Zeichnen und Malen. Nach absolvierter Schulzeit studierte sie 8 Semester an der Kunstschule in Nürnberg. Anschließend verbrachte sie mehrere Jahre auf den Gütern norddeutscher Verwandter.

Ehe


1885 heiratete Marie Beeg den fast 30 Jahre älteren Künstler Eduard Valentin Joseph Karl Ille (1823-1900). Für ihn war es die 2. Ehe. Ille führte die Pseudonyme E. Hillus, EVJ Spitzwörgele und Eduard Wörgl. Der Sohn eines Ministerialsekretärs aus München studierte seit 1842 bei Julius Schnorr von Carolsfeld und Moritz von Schwind in München. Da er sich zunächst als Maler von Altarbildern nicht durchsetzen konnte, begann er zu illustrieren, u.a. Ludwig Bechsteins Sagenbuch. 1863 wurde er Redakteur der „Fliegenden Blätter“. Ille gilt als Erfinder der ‹lebendigen› Bilderbücher. 1868 wurde er Professor. Prof. Ille schrieb auch Dramen und Bühnenstücke.

König Ludwig II. verpflichtete ihn für verschiedene Aufträge. Aquarellzyklus Schloss Berg 1865, 1880-1882 Bilder aus dem Leben Walthers von der Vogelweide für Schloss Schwanstein.

Marie Beeg kannte Prof. Ille schon länger, bevor er sie kennenlernte, und bewunderte ihn. Nachdem Marie Beeg erkrankt und ans Bett gefesselt war, widmete sie sich dem illustrieren und schreiben von Kinderbüchern. Die persönliche Bekanntschaft mit Ille kam wohl durch die Bilderkreise zustande. Marie Beeg illustrierte für das Bilderkränzchen. Hier steuerte sie auch ihre Zeichnungen bei. Bekannt wurden »Das Kränzchen in der Küche«, ein Kochbuch in Versen, und das Gemeinschaftwerk zu Puppenkochherden. Insgesamt wurden viele ihrer illustrierten Bücher sehr bekannt.

Webverweise