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Who's Who Kochbuchautoren: Acton, Elizabeth

Eliza Acton war eine englische Kochbuchautorin mit einer Kombination aus elegantem, präzisem, klarem Schreibstil auf der einen Seite, und guter Beobachtungsgabe in der Küche auf der anderen Seite. Sie war keine Berufsköchin. Mitunter wurde ihr Stil sogar mit dem von Jane Austen verglichen. In ihrem Kochbuch erschien erstmalig das Rezept für Mulligatawny Soup. Das Acton Kochbuch diente auch diversen deutschen Kochbuchschreiberinnen als Vorlage.

Poetin und Kochbuchautorin

* 17. April 1799 Battle, East Sussex, England
† 13. Februar 1859 in Hampstead, England (heute ein Vorort von London)

Familie


Eliza wuchs in Ipswich, Norwich, auf, wo ihr Vater, der ursprünglich aus Hastings stammte, als Partner in ein Wein-und Brauerei Geschäft eingestiegen war. 1817 im Alter von 18 Jahren, eröffnete sie mit einem Freund südlich von Suffolk eine boarding school, wo sie vier Jahre lang arbeitete. Danach verbrachte sie einige Zeit in Frankreich, wo sie von der Küche des Landes sehr angetan war, dies schlug sich auch in ihrem Kochbuch nieder.

In Frankreich soll sie eine Romanze mit einem Offizier gehabt haben, die nicht ohne Folgen blieb, so wollen einige Quellen wissen. Einige glauben sogar, dass sie verlobt war und aus unbekannten Gründen eine Eheschließung nie stattgefunden hat. Eliza kehrte allein nach England zurück. Später lebte sie zusammen mit ihrer Mutter in Tonbridge Wells, Kent.

Leben


Vor dem Schreiben ihrer Kochbücher, versuchte sich E. Acton an Gedichten. Eine Sammlung ihrer Gedichte aus 1826 und 1827 veröffentlicht sie mit 2000 Exemplaren im Eigenverlag unter ihrem eigenen Namen, aber es war kein Erfolg. Poems

Eine Anekdote erzählt, der Verleger Longman erkannte, das was die Welt gegenwärtig benötigt war keine Poesie sondern ein wirklich gutes Kochbuch. Eliza begann im Alter von 43 Jahren dieses Kochbuch zu schreiben und »Die Moderne Kochkunst für private Familien« kam im Januar 1845 auf den Markt.

Kochbuch


Es war das erste Kochbuch in England, in dem die Zutaten einzeln aufgelistet waren. Die Leute mochten das Format und das Buch wurde ein Erfolg. Sie soll die Rezepte selber mit Freunden getestet haben.

Ihre Bücher waren auf die gewöhnliche Küche ausgerichtet, nicht für einen Haushalt mit Angestellten in der Küche. Die Frauen aus der Mittelschicht hatten wahrscheinlich einen Koch und Gehilfen, doch sie befähigte auf diese Weise ihre Leserschaft, auch alleine in der Küche zu stehen.

Sie war eine Sozialreformerin und dies infundiert ihr Essen schriftlich. Sie wetterte bereits zu ihrer Zeit gegen Convinience Food. Sie erkannte, dass auch fertig gekauftes Brot wegen seiner »sparsamen« Herstellung zur Unterernährung beitrage, es macht nicht satt. Dies inspirierte sie zu ihrem Brot Buch. Sie stellte ihr Brot in Töpfen her, da sie sich der neumodischen „Brot Dosen“ sehr unsicher war.

In der Ausgabe 1855 der modernen Kochkunst für private Familien wurden auch Abschnitte über „ausländische Lebensmittel“ und jüdische Küche aufgenommen. Es enthielt erstaunlich viele Rezepte für Curry-Gerichte. In diesem Buch,so glauben Food Historiker, findet sich das erste gedruckte Rezept für Mulligatawny Soup. Das Buch wurde bis 1914 nachgedruckt und geriet dann vollständig aus der Mode.

Sie hielt Kontakt zu Charles Dickens, auch einem Sozialreformer, obwohl sie ihn wahrscheinlich nie getroffen hat. In ihrem Kochbuch erstellte sie ein Rezept für einen Beefsteak Pudding Dickens, zu Ehren von „Ruth“ in Dickens „Martin Chuzzelwit.“ Acton sendete Dickens eine Kopie des Buches bevor es veröffentlicht wurde, und erhielt im Gegenzug diese Notiz von ihm:

Dear Madam/ Faithfully Yours

Acton later updated the section in the book on cooking meat to reflect the influential theories of chemist Justus von Liebig, who published his beliefs that searing the surface of meat sealed in the juices (he was wrong.) Her embrace of his ideas about meat influenced several succeeding generations of food writers who in turn embraced these mistaken beliefs.

11. Juli 1845

Elizabeth Action nahm in die späteren Ausgaben ihres Buches auch die damals aktuellen Gedanken Justus von Liebigs zum Fleischbraten auf. Liebig brachte die Sache mit dem Schließen der Poren auf. Da Fleisch keine Poren hat, ging es Liebig wohl eher um die Tatsache der Temperatur. Fleisch sollte zimmerwarm sein, wenn es in die Pfanne kommt, keinesfalls direkt aus dem Kühlschrank. Die Oberfläsche kann nur Röststoffe bilden, wenn das Fleisch nicht eiskalt ist oder gefroren. Liebigs Darlegung zu den Fleischporen ist heute überholt, dennoch zeigt es, wie sehr sich Elizabeth Action mit den gastronomischen Erkenntnissen ihrer Zeit auseinandersetzte.

Ruth Pinch's Beefsteak Pudding

[]Dies ist der gleiche Beefsteak Pudding wie ihn Ruth Pinch gemacht hat in Charles Dickens 'Das Leben und die Abenteuer von Martin Chuzzlewit. Im Wesentlichen ist dies eine Art des traditionellen Beef-Steak Pudding, wo Butter den üblicheren Rindertalg bei der Herstellung der Hülle ersetzt.

Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 200 g gut gekühlte Butter,
  • 300 ml kaltes Wasser
  • 500 g zartes Rindersteak, gewürfelt
  • 5 g normales Speisesalz für den Teig
  • schwarzer Pfeffer
  • 150 ml Wasser

Mehl, Butter und Salz in eine Schüssel geben. Fügen Sie genug Wasser hinzu, das daraus ein Pastetenteig entsteht. 2/3 der Teiges auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, bis er 15 mm dick ist. Er ist ausreichend um 1kg Puddingmasse zu säumen. Die Rindfleischstücken mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen, in eine Form geben und mit Wasser bepinseln. Den restlichen Teig groß genug ausrollen, um die Oberfläche des Pudding zu bedecken. Krempeln Sie die überstehenden Teigstücken zusammen. Die Oberseite der Pudding mit einem Stück Butter Papier belegen, in dem ein Loch platziert wurde, um einen Dampfabzug zu ermöglichen.
Alles mit einer Doppelschicht aus Alufolie abdecken. Setzen Sie die Form in einen größeren Topf. Gießen Sie kochendes Wasser auf bis auf halbe Höhe der Puddingform und für 3 1/2 Stunden kochen, bis der Pudding gar ist. Hin und wieder die Flüssigkeit prüfen und mit kochendem Wasser bei Bedarf nachfüllen. Wenn er gar gekocht ist, aus der Form nehmen und ein wenig abkühlen. Die Pudding heiß servieren, mit Kartoffeln, Gemüse und Soße begleitet.

Plagiate


Schon zu ihren Lebzeiten wurde die Acton reichlich plagiatiert u.a. in starkem Maße von Isabella Beeton, die ihr »Book of Household Management« damit erheblich aufwertete.

Webverweise

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