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Appert; Nicolas

[]Nicolas Appert
* 17. November 1749 in Châlons-en-Champagne, Frankreich;
† 1. Juni 1841 in Massy, Frankreich
Als Geburtsjahr wird auch 1750 oder 1752, als Sterbejahr auch 1840 angenommen.

Familie und Ausbildung


Appert war der Sohn des Weinhändlers und Gastwirts Claude Appert und der Marie Huet. Er war das neunte von elf Kindern.
Sein Vater stammte aus Saint-Remy-sur-Bussy, nördlich von Chalon. Seine Mutter Marie Huet aus châlons-en-Champagne, wo sie in einer angesehenen Gastwirtsfamilie aufgewachsen war, die seit 1692 in Cheval Blanc ihre Gastwirtschaft betrieb. Im Juni 1750 kaufte sein Vater Claude das Hotel du Royal Palais in Chalons, wohin die Familie dann im Oktober 1750 übersiedelte. Die Besonderheit dieses Hotels bestand darin, dass jedes Zimmer nach einer anderen Stadt benannt war.
Der junge Nicolas erlernte bereits sehr früh, wie es in Kaufleute- und Handwerkerfamilien zu der Zeit üblich war, die beruflichen Pflichten der Eltern kennen und musste mit zufassen. Er lernte Koch, wurde Sommelier, und arbeitete vermutlich im Hotel »De la Pomme d'Or « Rue de Marne. Ein renommiertes Haus, wo hochgestellte Persönlichkeiten verkehrten u.a. der Vater der Königin von Frankreich Stanislas I. Herzog von Lothringen und ehemaliger König von Polen. Ihm soll Appert das Rezept für Zwiebelsuppe erklärt haben.
Mit ihren Erfahrungen versuchten 5 der Appert Brüder eine Brauerei mit dem Namen »Brasserie Royale« in Châlons en Champagne aufzubauen, die der Generalkontrolleur jedoch nicht genehmigte.

1772 beschloss Nicolas seine Heimatstadt zu verlassen, um in den Dienst des Herzogs Christian IV. von Pfalz-Zweibrücken in Deutschland zu treten. Nach dessen Tod im Jahre 1775, wurde er Offizier seiner Witwe Gräfin von Forbach, der Französin Marianne Camasse. Hier wirkte er mehr als acht Jahre.
Am 14. Juli 1785 heiratete Nicolas Appert Elizabeth Benoist, mit der er fünf Kinder hatte. Elizabeth Benoist wurde am 11. Juli 1758 in Reims geboren.

Berufliche Entwicklung


Im Jahre 1784, nach dem Tod seines Vaters, verließ Nicolas Appert die Gräfin Forbach und ging als Konditor nach Paris, in der Rue des Lombards 47 dann 57, machte er sich selbstständig. Seine Süßwaren wurden schnell berühmt. Die Rue des Lombards ist der „süßeste Ort des Universums, dessen Ruhm wie ein Balsam riecht in ganz Europa“, schrieb Grimod Reynière in seinem Almanach.
1789 greift Nicolas Appert in die Revolution ein, wird verhaftet, nach dem Fall der Girondins angeklagt und in Reims am 18. April 1794 bei seinem Cousin Nicolas-Louis Benoist festgenommen und im Gefängnis von Reims inhaftiert. Mit Hilfe von Freunden aus Chalons wurde er nach dem Thermidor frei gelassen. Ab diesem Zeitpunkt, begann er, sich mehr um die Lebensmittelkonservierung zu kümmern.
1796 verkaufte er die Confiserie und richtete sich eine Versuchswerkstatt in Ivry-sur-Seine ein. Ihn beschäftigte die Frage, wie man Lebensmittel für längere Zeit haltbar machen könne.
Ab 1805 betrieb Appert dann in Massy, in der Nähe von Paris, wieder eine Zuckerbäckerei.

Verdienste


Als Ergebnis seiner Studien zur Haltbarmachung gründete er 1804 die weltweit erste Konservenfabrik. Zuerst als Versuchsanlage und ab 1812 als Fabrik. Seine Methode, Lebensmittel durch Erhitzen und Luftabschluss in Behältern zu konservieren, ist heute unter Einwecken bekannt. Nachdem die französische Regierung unter Napoleon einen Preis für die Entwicklung einer Methode zur Haltbarmachung von Lebensmitteln für die Truppen im Felde ausgeschrieben hatte, reichte Appert 1810 seine Erfindung ein. Damit gewann er den ersten Preis in Höhe von 12.000 France. Erst ab 1812 setzte er Weißblechdosen ein, wie er es in England bei Peter Durand kennengelernt hatte. Die Fabrik bestand bis 1933.
Der französische Innenminister verband den Preis mit der Auflage, diese Methode zum Allgemeinwohl in einem Buch zu veröffentlichen. Daraufhin verfasste Appert sein Buch »Livre de tous les ménages ou l'Art de Conserver« oder » Die Kunst alle animalischen und vegetabilischen Substanzen nähmlich alle Gattungen Fleisch, Geflügel, Wildpret, Fische, Zugemüse, Küchen= und Arzneygewächse, Früchte, Sulzen, Säfte; ferner Bier, schon zum Genusse völlig bereiteten Kaffeh, Thee u.s.w., in voller Frische, Schmackhaftigkeit und eigenthümlicher Würze mehrere Jahre zu erhalten. «

Quelle