Aphtonitas

Ein Experte für die Herstellung von Wurstwaren. Wurst und Haggis sollen bereits altgriechischen Ursprungs sein. Insbesondere schreibt man ihm den Blutpudding, die Blutwurst zu.

Wurstursprünge

In ihrem Buch »Kulturgeschichte des Essens und Trinkens« stellen Gert von Paczensky und Anna Dünnebier die Behauptung auf, dass die alten Griechen die Kunst des Verwurstens noch nicht gekannt hätten. Dazu hätte es den Franzosen bedurft, sprich den Galliern. Das ist sehr unwahrscheinlich, denn wenn die Griechen auch nicht sehr anspruchsvolle Gourmets waren, so ist es kaum anzunehmen, dass die Blutsuppe ihre einzige Blutspeise war.

Man darf hinsichtlich alter Begrifflichkeiten nicht vom heutigen Gedankenbild ausgehen. Auch im Altertum hat man bereits erkannt, dass sich Schweinedärme füllen lassen. Im Buch des Apicius wird ebenfalls von Wurst gesprochen, welches zu Beginn des 1. Jahrtausends entstand. Der Philosoph Laertius verwendet den Begriff Wurstmacher, seine Lebenszeit deckt sich mit diesem Zeitraum.

Bereits Marcus Terentius Varro geboren 116 v. Chr., sagt, „De Lingua Latina“: lucanicam dicunt quod milites a Lucanis didicerint (Varro, LL, 5, 111) - „Sie heißt Lucanica, weil die Soldaten sie von den Lucanern kennen“.

Weiterführende Quellen