Concauelite

Die Definition von Concauelite oder concavelite: „cremeartige, süße Speise, die man aus einer Schüssel isst„, leitet sich her aus concavum - leerer Raum = Loch in Sinnverbindung mit Leckerbissen, electum.

Der wahre Ursprung dieses süßen Breis ist unklar, aber es wird vermutet, dass er in Verbindung mit der Einführung von Reis und Mandeln aus Arabien im frühmittelalterlichen Europa steht. Es gibt jedoch keine Beweise für die Existenz einer ähnlichen arabischen Speise aus dieser Zeit. Es wird auch vermutet, dass der Brei auf Henrik Harpestræng zurück geht, einem dänischen Botaniker und Verfasser medizinischer Schriften, der in Frankreich studiert hat, womit man Frankreich als Ursprungsland annimmt. Hierbei gibt es aber zu bemerken, dass Frankreich in dieser Zeit kulinarisch keine Bedeutung hatte.

Rezept

Zutaten:

  • 400 g Mandeln
  • ca. 500 ml Wein
  • 400 g Sauerkirschen
  • 65 g Reismehl
  • 120 g Zucker
  • Butter
  • 1 g Salz

typische Gewürze:
Zimt, Galgant, Nelkenpulver, Macis, Rosenwasser,

Herstellung:

  • Ein Pfund abgezogene Mandeln mit einigen Tropfen Wein zerstoßen. Ein Pfund Kirschen durch ein Sieb schlagen und in die Milch geben. Ein Viertel [124 g] Reis zu Mehl zerstoßen. Tue das in die Mandelmilch. Schmelze Schmalz in einer Pfanne, tu dazu ein halbe Mark weißen Zucker, versalz es nicht und gibs hin. Anmerkung: Das mittelalterliche Pfund war noch keine 500 g.
  • Die Mandeln mit kochendem Wasser überbrühen und aus den Schalen lösen. Sind die Mandeln getrocknet, werden sie befeuchtet und ganz fein zermahlen. Während des mahlens die Masse weiter leicht befeuchten, sie darf nicht nass sein. Ist sie zu trocken, sondert sich kein Mandelwasser ab. Das kann man mit herkömmlicher Küchentechnik gemacht werden. Anschließend gibt man die Mandeln in ein Gaze- oder Mulltuch (ideal ist eine Damenstrumpfhose) und wringt sie fest aus, dass das Mandelwasser abfließen kann. Das Mandelwasser verdünnt man mit Wein. Das Mandelmus wird zur Seite gestellt.
  • Die Reiskörner wurden gemörsert. Reis selber mahlen bringt ein sehr feines Granulat, dass nach dem Kochen einen kaum wahrnehmbaren körnigen Biss hat. Den Reis sollte man einweichen, und dann erst in dem Mandel-Wein Gemisch mit den Gewürzen kochen. Die Flüssigkeit aufkochen, 5 Minuten kochen und dann ausquellen lassen.
  • Die Kirschen werden gekocht, man sollte Sauerkirschen nehmen, und entsteint. Sauerkirschen aus dem Glas einfach nur pürieren.
  • Wenn die Flüssigkeit zu verdicken beginnt, gibt man den Mandelbrei und das Kirschpüree dazu und rührt es gut durch.
  • Zucker in Butterschmalz schmelzen und über den Brei geben.

Man kann auch asiatisches Reismehl verwenden. 65 g Reismehl sind ausreichend um die Masse zu verdicken. Das Reismehl muss angequollen werden. Sie sollten den Pudding wirklich nach dem Originalrezept zubereiten und kein Marzipan oder gar Haferflocken dazu geben. Wem der Mandelgeschmack zu schwach ist, der kann etwas Bittermandelaroma dazu geben. Es empfiehlt sich auch 3-4 bittre Mandeln mit zu zerstoßen. Ein sehr interessanter Geschmack ergibt sich, wenn man noch Vanillearoma mit in den Zucker gibt.