Augsburger Schokoladentorte

[]Warum diese Schokoladentorte nun speziell Augsburger heißt, ist unklar, denn sie wurde so auch woanders gefertig. Vielleicht war es die Gewürzmischung, die aus 8 g Zimtpulver und 8 g Nelkenpulver bestand. Heute könnte man ja noch einen Schuss Chili dazu geben.

Schokoladetorte, Augsburger

Man schlägt eine Bisquitmasse. Wird die Torte von 245 g Zucker gemacht, so kommt 70 g fein geriebener Schokolade dazu und 140 g Stärkemehl hinein. Wem es beliebt, der kann noch 8 g gestoßene nZimt und eben so viele Gewürznelken darein tun. Die Masse in Kapseln oder in Formen füllen und backen.
Quelle: 1815 Der Kunstbäcker von Europa oder practisches Handbuch für Konditoren

Schokoladen-Torte nach Weiler

Man macht sie wie eine Bisquit Torte; nur dass man zu dieser, wenn sie von 250g Zucker gemacht wird, 250 g Stärkmehl nimmt. Zur SchokoladenTorte aber braucht man nur 150 g Stärkemehl, und 70 g geriebene und durchgesiebte Schokolade. Vor dem Einfüllen der Torte rührt man den Schokolade zuerst in die Masse, danach erst das Mehl. Wems beliebig ist, der kann in diese Torte gestoßenen Zimt, und eben so viele Nelken tun.
Quelle: Juliane Weiler, Augsburgisches Kochbuch, Erstausgabe 1788

Ein Rezept mit Wiener Masse

  • 90 g Butter
  • 6 Eier
  • 175 g Zucker, darf Puderzucker sein
  • 75 g Mehl
  • 75 g Weizenpuder (Weizenin)
  • 140 g Bitterschokolade 70%
  • 1 g Salz
  • Zimt, Nelkenpulver

Zubereitung

Schokolade mit einem Gefäß in ein Wasserbad stellen und schmelzen lassen. Die Butter in einem kleinen Topf langsam zergehen lassen. Eine Backform (24 cm) am Boden mit Papier belegen und Butter bepinseln. Die Ränder müssen frei bleiben. Die geschmolzene Schokolade etwas abkühlen lassen. Mehl und Puder zweimal durchsieben, so dass viel Luft unterkommt.

Die Eier trennen. Die Eigelbe mit dem Zucker cremig schlagen. Die geschmolzene Schokolade hinzugeben. Das Eiweiß mit je einem Teelöffel kaltem Wasser nicht vollständig steif ausschlagen. Eiweiß unter den Biskuitteig heben. Mehl vorsichtig unterziehen und ganz zuletzt die flüssige Butter. Die Masse in die Form füllen und gleichmäßig dick verteilen.

Im Backofen bei 180 °C etwa 35 Minuten backen. Dabei den Ofen nicht öffnen. Nach dem Backen vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Hinweis:
Unter den Biskuit muss viel, viel Luft. Die Masse darf nur wenig gerührt werden, da man die Luft sonst wieder heraus presst. Eiweiß schlägt man immer mit einem Kaffeelöffel kaltem Wasser auf, da Eiklar Feuchtigkeit aus dem Teig zieht. Der Eischnee darf nicht hart geschlagen werden, sonst wird die Biskuitmasse trocken. Allgemein backt man Biskuit sehr heiß und kurz.

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